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Geschichte zum Weiterschreiben...vorsicht: "zieht sich"! Teil 1
Hab vor einiger Zeit mal ne Geschichte angefangen zu schreiben und stell sie hier jetzt mal rein zu dem Zweck, das sich jemand findet, der sie mit mir weiterschreibt....oder sie hier im Forum weitergeschrieben wird....! Es sollte Stil haben und nicht platt sein. Erotik, Sex und Phantasie Inhalt sein. Fände es gut, wenn es weiter so umschmückt werden könnte, wie ich begonnen habe.
Bin mal gespannt. Hier gehts los:
Ich sah bewusst in Ihre Augen, suchte irgendetwas von dem ich mir sicher sein konnte, dass es noch vorhanden war. Doch sie nahm davon keine Notiz.
Wenn sie wüsste was mir gerade durch den Kopf geht, welche Gedanken mich Tag für Tag fast quälten; es würde wie immer ein nettes aber müdes Lächeln zurück kommen und ein paar nette Worte, wie „Ach Liebling, du machst Dir zu viele Gedanken“. Dabei habe ich schon so oft versucht einen Anfang zu machen Ihr zu sagen, wie mir zumute ist, vielleicht auch um einfach zu erfahren ob uns die Gewohnheit des Alltags in das Feld des großen Irrgarten geführt hat, aus dem es nur schwer ein wirkliches entrinnen gab.
Selbst zwei Menschen, die sich liebten, die bislang gemeinsame Wege gegangen sind, verirren sich darin gemeinsam und jeder von beiden versucht vielleicht den anderen zu finden. Ist es so? Und wenn ja, wo ist der Ausgang, den doch jeder irgendwann finden muss. Oder?
Meine Firma lief gut, besser als ich geplant hatte. Wir hatten ein schönes Haus und auch sonst alles was das Leben angenehm macht. Aber mir fehlte etwas, mir fehlte das Gefühl der Zweisamkeit, das Gefühl der Verbundenheit. Der Ausdruck von alle dem war verschwunden. Ich spüre es in mir selbst, dort ist es stark. Merkt Barbara es nicht? Ich liebte sie, zeigte es ihr auch und doch habe ich mittlerweile das Gefühl des Alleinseins in unserer Ehe.
Oft habe ich ihr Sonntags so beim Frühstücken gegenüber gesessen und ein Gefühl der Leere, der Gewohnheit und des Selbstverständlichen überkam mich. Wo ist ihre Spontanität geblieben, ihre Lust an dem was es ausmachte als wir uns trafen, als wir uns kennen lernten?
14 Jahre sind es nun her, dass ich ihr den Ring ansteckte. Jahre, in denen ich niemals daran zweifelte, nie aufhörte, sie zu lieben. Ich erinnere mich noch genau daran, es war für mich einer der schönsten Augenblicke meines Lebens und nun sitze ich ihr gegenüber und frage mich nach selbst begangenen Fehlern. Kann ich so ehrlich sein? Nein, nicht zu meiner wundervollen Frau – sondern ehrlich zu mir. Somit müsste ich mich in Frage stellen. Ein Kampf, den auch ein Mann verlieren wird, wenn er sich darauf einlässt.
Ich schenkte mir noch eine Tasse Kaffee ein, und fragte sie „du auch noch eine Tasse Kaffee?“ Ein wenig erschrocken schaute Barbara auf und sagte: „Danke, nein.“ Sie war wohl ziemlich vertieft in einer Welt, in der ich Ihr immer weniger folgen konnte und manchmal fragte ich mich, ob es in Barbaras Leben etwas gab, was ich nicht wusste.
Ich nahm mir noch ein Croissant, tunkte es in meinen Kaffee und aß es. „Ich hatte dir doch letzte Woche von Harald erzählt und davon, dass er uns eingeladen hat in sein neues Heim“ sagte ich, um etwas zu sagen. „Hast du Lust mit mir zu Harald und Marie zu fahren?“
Einen Moment lang dachte ich, sie hat es nicht mitbekommen das ich sie etwas fragte, doch ihre Antwort lautete „Liebling, sei mir nicht böse, aber ich habe morgen wieder einen harten Tag und möchte noch etwas ausspannen. Aber fahr du ruhig und grüße beide von mir“.
Ich hoffte, etwas anderes zu hören.
Ich griff zum Handy und wählte Haralds Nummer. „Hallo Harald, Bernd hier. Ich würde gerne auf einen Sprung reinschauen, deine neue Errungenschaft bewundern.“ Ein Lachen am anderen Ende. „Klar, komm vorbei und bring Barbara mit.“ Einen Moment lang überlegte ich ob ich Barbara nicht noch mal fragen sollte und antwortete „Du, Barbara hat morgen wieder einen anstrengenden Tag und möchte gerne etwas abspannen. Aber ich fahr gleich los.“ Harald murmelte noch etwas von „bis gleich“, aber ich hatte schon aufgelegt. Ich trank meine Tasse Kaffee und wollte gerade aufstehen. „bleibst du lange?“ fragte sie. Das hat sie mich noch nie gefragt, wenn ich irgendwohin fuhr. „Nein, ich denke ein bis zwei Stunden werde ich wohl bleiben. Warum fragst du?“ fragte ich sie verwundert. „Nur so.“ bekam ich zur Antwort.
Ich stand auf. Warf mir mein Pulli über die Schultern, ging um den Tisch und küsste Barbara. Sie schaute dabei weiter in ihre Fachlektüre. Für sie ist das „Ärzteblatt“ Sonntags immer eine Pflichtlektüre.
„Willst du nicht doch mitkommen?“ fragte ich. „Harald und Marie würden sich sicher freuen. Ihr habt euch doch schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen.“
„Nein, nein, lass mal. Beim nächsten mal, ok?“
Ich ging von der Terrasse durch das Haus, schnappte mir den Schlüssel, ging noch mal kurz ins Bad und schaute einen Moment lang in den Spiegel. Ich schaute mir selbst in die Augen und sagte leise zu mir selbst: „So kann es nicht weitergehen. Ich muss mit Barbara reden.“ Ich ging in die Garage, stieg in den Wagen, öffnete das Tor über den Sender und fuhr los.
Es war ein warmer Frühjahrstag und ich freute mich Harald und Marie nach einiger Zeit mal wieder zu sehen.
Sie hatten in den letzten Monaten kaum Zeit durch den Hauskauf und die damit verbundenen Renovierungsmaßnahmen. Wir hatten bis vor einigen Monaten öfter etwas gemeinsam unternommen. Mal waren es Harald und ich, dann waren Marie und Barbara auch irgendwo unterwegs und manchmal haben wir zu viert etwas unternommen. Wir gingen gerne gemeinsam ins Theater oder die Oper und danach noch irgendwo in eine Bar für ein oder zwei Drinks.
Harald kannte ich schon seit meinem Studium. Er hatte es weit gebracht und war, wie ich, ständig auf Expansionskurs. Er hatte eine umwerfende Frau und sein Leben völlig unter Kontrolle. Sein Leben prägte die wenige Zeit die er hatte, aber die verbrachte er entweder mit Marie oder auf dem Golfplatz, was ich nie verstehen werde.
Ich sah vor mir an der Ecke einen Blumenladen, an dem ich noch eben anhielt um für Marie eine kleine Aufmerksamkeit zu besorgen. Ich nahm den Sommerblumenstrauß; sie liebte Sommerblumen. Für Harald hatte ich aus meinem Keller, vorhin im vorbeigehen, einen guten Tropfen geschnappt. Er mochte einen guten Rotwein ebenso wie ich.
Ich suchte mein Handy, weil ich Harald noch mal anrufen musste. „Hallo Bernd, du willst doch nicht absagen?“ sagte er, als er ans Telefon ging. Diesmal lachte ich und meinte „nein, nein...keine Angst. Aber ich weiß gar nicht, welche Hausnummer zu deiner Hütte gehört.“ Er sagte „Nummer 5, direkt das Eckhaus. Kannst es nicht verfehlen.“ und legte auf, bevor ich noch etwas sagen konnte. Ich war neugierig, was mich dort erwartete. Ich kannte ihn ja und wusste daher, das er den Hang zum mittleren Wahnsinn hatte, in jeder Hinsicht. Alles musste etwas besonderes sein und eine Einzigartigkeit an den Tag legen, seine Frau gehörte auch dazu. Er hatte eben Geschmack.
Marie war eine außergewöhnliche Frau. Schön, Verwöhnt, Extravagant mit dem Hang zum Nichtalltäglichen. Sie wusste immer was sie wollte und meist holte sie es sich auch. Ich erinnere mich, als Harald mir erzählte das er mal Marie im Büro erwartete, weil sie gemeinsam Essen gehen wollten und sie zehn Minuten vorher anrief und ihm offenbarte das es mit dem Essen nichts werden würde, weil sie am Morgen mit einer Freundin nach Mailand zum shopping geflogen sei. Harald lachte dabei, als er mir dies erzählte und gab mir zu verstehen, sie solle das machen was ihr Spaß macht. Jeder lebte sein Leben und doch gab es ein Zusammenleben.
Die nächste Strasse links musste es sein. Ich bog ab und sah schon an der repräsentativen Gegend, dass ich hier richtig sein musste. Schon von weitem stach mir eine große weisse „5“ ins Auge, welche an der Grundstücksmauer die Farbe der Grundstückseinfassung widerspiegelte. Ich hielt rechts davor an, griff nach meinem Handy, packte die Flasche Wein und die Blumen für Marie bevor ich ausstieg und meinen Wagen abschloss.
Etwas zurück gesetzt stand ein Prachtbau im toskanischen Stil. Die Fassade in einem terracotta-rot, die Fenster mit angedeuteten Rundbögen passten dazu und waren in den Konturen mit weiss abgesetzt. Das Grundstück war mir weissen Ballustraden eingefasst, die ca. alle fünf Meter eine Säule zierten.
Ich ging zum Tor und drückte den Knopf der Klingel. Ein surren gab mir zu verstehen, das der Öffner gedrückt wurde. Ich ging hinein und was von aussen schon ganz nett aussah, führte sich auf dem Grundstück weiter.
<i>"weiter im nächsten Beitrag....
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