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Schwert und Scheide - Ritterballade
Es war eine Prinzessin, jungfräulich und rein.
Ihr langes Blondhaar schimmerte im Sonnenschein.
Das hübsche Kind war eine einsame Waise.
Das Königspaar starb einst durch Mayonnaise.
Man kannte damals noch keine Salmonellen
Und musste sich so dem Tode stellen.
Erben sollte dereinst das ganze weite Land
Der Mann, der Kunigunde an sich band.
Nun starben die Eltern zu frühe
Und niemand gab sich mehr Mühe,
Einen Manne zu finden fürs holde Kind.
Regieren tat wohl allein der Sommerwind.
So verging die Zeit wie im Fluge.
Im selben Atemzuge
Bekam der Notar die Amtsgewalt,
Denn die Jungfrau wurd achtzehn Jahre alt.
Sie musste heiraten, egal wen auch immer.
Doch niemand hatte einen blassen Schimmer,
Wen das Kind nun erwählen sollte
Oder gar von sich aus lieben wollte.
In der Nachbarschaft Pechstein zur Rechten
Wohnte ein Manne mit fürchterlich schlechten
Manieren. Der war gierig
Und schmutzig und böse und ganz schmierig.
Das war der Oheim der holden Dame
Und rieb sich die Hände ganz ohne Schame,
Weil er böse Intrigen plante
Und seine Leute zum Kriege mahnte.
Er sammelte geschwinde sein riesiges Heer.
Da wo er durchzog, wurd es menschenleer.
Ängstlich verzogen sich alle Leute
Aus Furcht, das Heer würde machen Beute.
Angeführt von einem Bösewichte,
War das Heer nur scharf auf dessen Nichte.
Und der böse Oheim zog aus zu rauben
Das komplette Königreich bis auf die Tauben.
Am Ende, wenn er denn alles hätte,
Verschwönde er in Nichtens Bette.
Vollzöge die Ehe alsodann,
So dass er König werden kann.
So lautete der perfide Plan
Und Theoderich marschierte in seinem Wahn
Hin zur Burg und kreiste sie ein.
Bald würde alles verhungert sein.
Aber Giesbert aus Goldglück, Nachbar zur Linken
Hörte die Melder und Herolde winken.
Ließ sich ausführlich berichten
Von den grausamen Geschichten
Theoderichs des Bösen aus dem Pechsteinlande.
Giesbert war wütend und fast am Rande
Einer besessenen stinkenden Raserei.
Er würde Theoderich zerquetschen zu Brei.
Nicht um des Königtum Willens und all dem Gold,
Nein, allein der Prinzessin wegen, nur IHR war er hold!
Er liebte sie seit seinem vierzehnten Jahr,
Als die Königin Kunigunde gebar.
Giesbert trug den schmatzenden Wonneproppen,
Aber nie in der Absicht, ihn dereinst zu poppen.
Heute aber sehnte er sich nach Kunigunde,
Würde gar zu gern mit ihre drehen eine Runde.
Sein Schwert wurde eisenhart,
Wenn er dachte an die Jungfer zart.
Jetzt aber zeigte allein sein Gesicht
Pure Härte wegen dem Bösewicht.
Ein Oheim sollte Theoderich sein?
Der war nur ein inzestuöses Schwein!
Na warte, du wirst die Jungfer nicht knacken!
Eher erschlag ich dich beim Kacken!
Er trommelte sein riesiges Heer zusammen,
Um Theoderich in die Hölle zu verdammen.
In der Burg ward man aber inzwischen
Überrannt worden und tüchtig am Aufmischen.
Getötet wurde, verstümmelt und noch so allerlei,
Was nun mal dazugehört zur Kriegsbetreiberei.
Die holde Maid namens Kunigunden
Wurde auch ganz fix gefunden.
Der fiese Oheim riss ihr vom Leibe
Alle Kleider, und das waren beileibe
Nicht wenige. Kostbarer Brokat
Wurde zerrissen von einem Soldat.
Samt und Seide,
Zierrat und Geschmeide,
Alles das entriss man dem Mädel,
Nur das güldene Haar blieb auf dem Schädel.
Nun trat der Oheim ein ins Gemach
Und Kunigundens Zofe stach
Auf den bösen Onkel ein.
Aber das wurde kein
Mordanschlag, ja leider.
Die Prozedur ging weiter.
Die Zofe wurde von Theoderichs Mannen
Entkleidet, gefesselt und sodannen
Fürchterlich gewaltsam genommen.
Die Dame sah es Gott sei Dank nur verschwommen.
Aus ihren Augen rannen Tränen,
Die sprudelten wie Fontänen.
Der Oheim war aber mitleidlos.
„Komm, öffne deinen Schoß!
König will ich heute werden,
Will Herrscher sein auf dieser Erden.
Und du wirst mir gehorchen, geschwinde!
Wir werden heute zeugen ein Kinde.
Einen Erben, einen Sohn,
Der mir dann folgt auf den Thron.“
Und nackt und bloß legt sich der alte
Faltige böse Onkel auf das kalte
Arme zarte Mädel…
Und…..bekam was übern Schädel!
Giesbert kam dahergeritten,
Fuhr mit Theroderichs Mannen Schlitten.
Heizte ein, schlug zu und vertrieb
All das Gesindel, was nicht lieb.
Rettete dann seine zitternde Braut,
Die da lag mit nackter Haut
Unterm schmierigen Theoderich,
Ebenfalls nackt, aber unansehnlich.
Schlug mit einem Stuhl auf Oheims Schädel
Und rettete so das zarte Mädel.
Dann zog er herunter, den Onkel, den benommenen,
Und prompt hat Giesbert ne Erektion bekommen.
Nackt und rosig zart die Wangen,
Äpfelchenbrüste und die langen
Güldenen Haare und der kleine flache Bauch,
Ja sogar das blonde Dreieck auch!
All das wurd ihm nun verehrt,
IHM, dem schönen Gieselbert.
Rosige Knospen auf den Brüsten,
Beschämtes Erröten und gar kein Entrüsten,
Dass er so unverschämt auf sie glotzte.
Nicht mal die Zofe hinter ihm motzte.
Na gut, die hatte mit sich zu tun.
Wurde ja selbst (unfreiwillig)gerettet und nun
War sie erregt. Die Kleider sie raffte zusammen,
Und ging auf Suche, wer sie wohl mag zuende rammen?
Kunigunde nach erstem Schock
Suchte ihren Morgenrock
Oder irgendwas in der Art,
Um zu bedecken, was so zart.
Und als sie sich bückte unters Bette,
Rammte ihr Giesbert, der Nette
Sein Schwert in ihre Scheide,
Damit er nicht länger so leide.
Jungfer Kunigunde schrie „Oh!“
Und „Zeter!“ und auch „Mordio!“
Aber vorbei wars mit der Jungfernschaft,
Heraus holte Giesbert seinen Schaft,
Ging ans Fenster und zeigte dem Volke
Sein blutiges Schwert. Und keine Wolke
Trübte den Himmel an diesem Tage,
Als Giesbert die Theoderichplage
Aus dem Königreich vertrieben
Und Kunigunde begann zu lieben.
Dann begann eine Zeit der Lustbarkeiten.
Im ganzen Lande wurde das Reiten
Und auch die Nacktheit und das Lieben
Ziemlich ausführlich und oft betrieben.
Kunigunde, jetzt eine Frau,
Strahlte und wusste genau,
Nur Giesbert war der Richtige,
Nur er war dieser Tüchtige,
Der nun das Reich regieren würde
Und beseitigen ließ gar jede Hürde.
Und wenn sie nicht gestorben sind,
Dann…..ach das weiß doch jedes Kind.
Die schniepseln immer noch herum.
Mal von hinten, mal von vorn,
Mal mit Fingern, mal mit Horn,
Mal mit Zungen, Lippen und Geschmatze,
Mal auf dem Boden, mal auf der Matratze,
Mal in Scheune, Schober, Stall.
Vögeln kann man überall.
Aus ist nun die Ritterballade.
Ich hol mir jetzt `ne Schokolade
Und warn auf diesem Wege schon mal vor:
Wer meine Werke klaut, schießt sich ein Eigentor.
Viel Spaß beim Lesen!
LG,
Shyly von der Vögelweide
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