Liebeskummer

Wenn der Kummer größer als die Liebe ist!
Liebeskummer ist nicht nur ein oft belächelter seelischer Schmerz bei Teenagern, sondern zieht sich durch alle Altersklassen. Unerfüllte und zurückgewiesene Liebe schmerzen den Betroffenen psychisch wie oft auch physisch. Auch Streitigkeiten und zeitweilige oder endgültige Trennung von sehr nahe stehenden Menschen sind hierfür verantwortlich. Nicht selten ist es auch die unerfüllte Liebe zu nahen Verwandten wie Eltern und Geschwistern. Liebeskummer wurde in der Geschichte auch Liebeskrankheit genannt. Durch den Liebeskummer werden oftmals für die jeweilige Persönlichkeit untypische Verhaltensweisen festgestellt, da rationale Handlungen oft schwer fallen. Der Betroffene zeigt je nach Persönlichkeit verschiedene Reaktionen darauf. Nicht selten ist durch so genannte Hörigkeit der psychische und physische Schmerz weit größer als sonst bekannt. Einige Betroffene halten den Umgang hiermit nur mit extremen Mitteln wie Alkohol etc. für möglich. Dass die ständige Betäubung des Problems keine richtige Lösung ist, ist evtl. nur im Hinterkopf bekannt.
Allerdings ist das Bewusstsein durch die Trauer eingeschränkt. Weitere Reaktionen sind mitunter Depressionen, Wut und daraus folgt oft Aggressivität. Meist folgende längere körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Zurückgezogenheit aus dem sozialen Leben.
Auch leidet oft das Berufsleben darunter, da die Motivation und Konzentration auf den Aufgabenbereich schwer fällt oder gar unmöglich ist. Jeder Mensch erlebt mindestens einmal einen Liebeskummer im Leben.
In den meisten Fällen dauert dieser eine kurze Zeit an und wird recht gut verkraftet und abgeschlossen. Viele sprechen auch frei über ihre Sorgen und finden damit schon erste Erleichterung. In extremen Fällen führt es jedoch zu Straftaten wie Stalking, Bedrohungen oder auch Suizid. Liebeskummer ist bedingt behandelbar.
Viele Menschen finden selbst Lösungen, sich davon zu befreien und verbrennen oder verstauen Erinnerungsstücke, Vermeidung von Kontakt in jeder Art, Listen mit negativen Eigenschaften, um sich klarzumachen, dass sich die Belastung nicht lohnt.
Andere Menschen nehmen Beratungen und Hilfe von Freunden und Familie in Anspruch. Eine weitere Möglichkeit ist der anonyme Austausch in Foren oder ähnliches. Auch einige Selbsthilfegruppen haben sich zu diesem Thema gefunden, um sich auszutauschen und sich gegenseitig zum Loslassen zu bestärken.
Durch viele Möglichkeiten findet der oder die Betroffene Hilfe. Zu diesem Thema ist sehr viel Literatur zu finden. In Bibliotheken und Buchhandeln steht eine große Auswahl bereit. Auch im Internet finden sich Informationen, Hilfen und Foren. Auch lässt sich hier nach passender Literatur suchen, um sich evtl. selbst zu helfen.
Liebeskummer sollte bei Hilfe Suchenden ernst genommen werden, statt ihn als lächerliche Liebeskrankheit abzuweisen. Die physischen und psychischen Belastungen haben oft schwerwiegende Folgen und bedürfen dem Zuspruch oder gar professioneller Behandlung, wenn der Betroffene sich nicht selbst helfen kann.
