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Alt 06.03.2010   #14
lena3004
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lena3004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Eine kleine Träumerei...!???

-Part 4-
Weiter geht´s....viel Spass beim Lesen :-)

Einige Zeit war seit dieser Nacht vergangen, als ein Fest im Dorf stattfand, zu dem auch Gäste aus den anderen Dörfern der Insel eingeladen waren. Severina und Godric verbrachten den Abend gemeinsam, unterhielten sich mit den unterschiedlichsten Leuten, hatten Spaß, lachten viel und genossen das Miteinander mit dem Anderen. Längst waren sie sich sicher, dass sie im Anderen den Menschen gefunden hatten, den sie ihr Leben lang gesucht hatten und freuten sich auf die gemeinsame Zukunft, die vor ihnen lag. Irgendwann kam ein Mann auf die Beiden zu, der Godric anstrahlte. „Hey! Du bist ja auch hier.“ Godric fuhr zu ihm herum und lächelte. „Eric! Schön dich hier zu sehen. Hast du auch den langen Weg auf dich genommen?“ Eric nickte. „Ja…mehr oder weniger…ich hatte in der Nähe zu tun und dachte, da lasse ich mir das Fest hier nicht entgehen.“ Erics Blick fiel jetzt auf Severina, die schweigend neben Godric stand. Er reichte ihr die Hand. „Guten Abend. Mein Name ist Eric und wer bist du?“ Godric legte seinen Arm besitzergreifend um Severinas Schultern und zog sie noch dichter an sich heran. „Das ist Severina….mein Mäuschen….meine Traumfrau.“ Eric zwinkerte ihr grinsend zu. „Sehr erfreut sie kennen zu lernen.“ „Die Freude ist ganz meinerseits“, erwiderte Severina und ergriff seine Hand. „Ich besorge uns etwas zu trinken“, verkündete Godric jetzt, küsste kurz Severinas Stirn und wandte sich dann zum Gehen. „Du lässt mich mit einem fremden Mann ganz allein?“, fragte Severina neckisch. „Was ist wenn er über mich herfällt?“ Godrics Blick, der auf ihren Augen ruhte, wurde tief und eindringlich. „Ich vertraue dir mein Mäuschen“, sagte er leise, dann verschwand er. Sie sah ihm eine Weile lächelnd nach, dann drehte sie sich wieder zu Eric um, der die Szene milde lächelnd verfolgt hatte. „Soso….du bist also Godrics Freundin?!“ „Ja, das bin ich. Wir sind sehr glücklich miteinander.“ „Seid ihr denn schon länger ein Paar?“ „Nein, noch nicht sooo lang, aber es ist uns ernst und wir wollen für immer zusammen bleiben.“ Eric lächelte. „Wenn das so ist, dann wirst du wohl bald zu uns ins Dorf ziehen, oder?“ „Nein, Godric will hier her kommen. Ich weiß das euer Dorf sehr weit weg liegt und die dauernden Trennungen machen uns ziemlich zu schaffen.“ „Das kann ich mir gut vorstellen“, meinte jetzt auch Eric, dann kam Godric mit den Getränken zurück und die Drei wechselten das Thema.
In der nächsten Zeit sahen sich Severina und Godric kaum noch. Er hatte viel zu tun, wie er sagte und ließ sich nur noch ganz sporadisch bei ihr sehen. Jeden Abend stand sie an der Stelle am Strand, wo der Bootssteg war, an dem Godric für gewöhnlich mit seinem Boot ankam. Immer öfter ging sie mit hängenden Schultern zurück ins Dorf, denn er war wieder nicht erschienen. Mit Olga verbrachte sie dann die restliche Zeit, jammerte ihr die Ohren voll, wie sehr sie ihn vermisste und die Freundin sprach immer wieder tröstend auf sie ein und schaffte es auch in den allermeisten Fällen sie von ihrem Trübsinn abzulenken.
Irgendwann beschloss Severina mit einigen anderen Frauen aus dem Dorf auf eine andere Insel zu fahren, auf der ein Markt stattfand. „Dieser Ausflug wird mich sicher auf andere Gedanken bringen“, sagte sie zu Olga, als sie dabei war ihre Tasche zu packen, denn sie würden über Nacht fort sein. „Ganz bestimmt meine Kleine“, meinte Olga und zwinkerte der Freundin aufmunternd zu. Die Beiden verabschiedeten sich herzlich voneinander und Olga winkte lange dem Boot hinterher.
Als Severina am darauf folgenden Abend mit den anderen Frauen zurückkehrte und kichernd und schwatzend das Dorf erreichte, kam Olga auf sie zu gerannt. „Da seid ihr ja endlich! Ich muss dringend mit dir sprechen! Ich habe Nachricht von Godric für dich!“ Severina riss überrascht die Augen auf. „Ist er hier?“ Sie sah sich suchend um und ihr Herz klopfte zum zerspringen. Olga legte beruhigend ihre Hand auf Severinas Schulter. „Nein meine Kleine….er ist wieder fort. Er war gestern Abend hier und ich soll dir ein paar Dinge sagen.“ Am Klang ihrer Stimme hörte Severina das es sich nicht um gute Nachrichten handelte und eine eiskalte Hand umschloss ihr Herz. „Lass uns in meine Hütte gehen“, sagte sie mit zitternder Stimme und Olga ließ ihr den Vortritt. In der Hütte angekommen ließ sich Severina auf ihr Bett sinken und sah die Freundin aufmerksam an. „Was hat er gesagt?“ Olga ging vor ihr in die Hocke und legte ihre Hände auf Severinas Oberschenkel. Sie sah ihr fest in die Augen und holte Luft… „Also…zuerst mal….es geht ihm soweit ganz gut. Du sollst dir wirklich keine Sorgen um ihn machen.“ Severina atmete auf. „Das ist leichter gesagt, als getan, aber ich bemühe mich. Und weiter…?!“ „Er muss in der nächsten Zeit viel arbeiten, denn er hat eine Unmenge an Aufträgen und kann nicht versprechen, dass er es schafft hier her zu kommen.“ Enttäuscht ließ Severina die Schultern sinken und ihre sonst so strahlenden blauen Augen füllten sich mit Tränen. Sie schluchzte leise. „Ach meine Kleine“, sagte Olga sanft und strich mit ihrer Hand vorsichtig über Severinas Wange. „Ich soll dir aber auch noch sagen, dass er dich liebt und soll dir einen Kuss von ihm geben.“ Ein winziges Lächeln durchbrach für einen Moment die finstere Miene auf Severinas Gesicht. „Danke schön. Ich würde ihm zu gerne sagen, dass ich ihn auch liebe…“ „Das weiß er…ganz sicher und ich bin fest davon überzeugt, dass er immer deine Nähe spürt und ganz genau weiß, dass du in Gedanken bei ihm bist.“ Severina nickte. „Ja das ist so…unsere Gefühle füreinander sind so tief, dass wir wirklich in der Lage sind den Anderen zu spüren….auch wenn er fort ist….wir fühlen ihn mit unserem Herzen.“ Olga nahm die Freundin in den Arm, streichelte tröstend ihren Rücken und löste sich dann von ihr. „Mach dir keine Gedanken….er wird schon wieder kommen.“ Severina nickte. „Davon bin ich überzeugt.“ Olga zwinkerte ihr noch zu, dann stand sie auf. „Lass uns zu den Anderen gehen und Spaß haben. Du solltest dich lieber ablenken, als allein hier zu sitzen und zu grübeln.“ „Jawohl Mutti“, gab Severina grinsend zurück. Olga streckte ihr kichernd die Zunge raus, dann verließen die Beiden die Hütte, um sich zu den Anderen zu gesellen.
Es vergingen Tage….Wochen und Severina hörte kein einziges Wort mehr von Godric. Sie wurde immer trauriger, machte sich größte Sorgen und auch Olga vermochte es nicht mehr sie zu trösten oder von ihrem Kummer abzulenken. Eines Abends, als sie wieder einmal auf dem Bootssteg saß und auf den Ozean starrte, hörte sie Schritte hinter sich und sah sich um. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie die Gestalt erkannte und schon im nächsten Moment stand sie auf den Füßen. „Eric! Wie schön dich einmal wieder zu sehen“, begrüßte sie ihn, als er direkt vor ihr stand. „Danke schön. Die Freude ist ganz auf meiner Seite.“ Eric lächelte sie verschmitzt an und hauchte ein Küsschen auf ihre Wange. Die Beiden setzten sich wieder hin, Eric hatte einen Krug mit kühlem Wein und 2 Gläser mitgebracht, die er jetzt füllte. Die Zwei stießen an, tranken einen Schluck und unterhielten sich. Severina war sehr erstaunt wie leicht es ihr fiel mit ihm zu sprechen. Sie merkte sehr schnell, dass Eric ihr sehr sympathisch war und sie fühlte sich in seiner Gegenwart wohl und so zufrieden und geborgen, wie es schon seit langem nicht mehr der Fall gewesen war. Irgendwann wurde Erics Gesichtsausdruck ernst. „Na? Wie läuft es denn mit Godric? Noch immer so glücklich?“ „Ja…im Prinzip schon“, antwortete sie und bemühte sich möglichst unbefangen zu klingen, doch Eric durchschaute sie. „Mach mir doch nichts vor Severina…..du klingst alles andere als überzeugend. Was ist los?“ „Ach Eric“, sagte sie jetzt, ließ ihren Emotionen freien Lauf und ihre Stimme klang weinerlich. „Ich habe ihn seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen….das Letzte, was ich gehört habe, war das, was er meiner Freundin ausgerichtet hat, als ich mal nicht hier gewesen bin.“ „Es ist ihm doch hoffentlich nichts zugestoßen?“, erkundigte sich Eric jetzt und seine Augen weiteten sich. „Nein, nein…er hat nur soviel Arbeit und kaum Zeit“, beruhigte ihn Severina und schaffte ein kleines Lächeln. „Wir haben aber geplant, dass ich ihn besuchen komme, so bald er wieder etwas mehr Luft hat….wenn du Lust hast, dann können wir ja mal was zu Dritt unternehmen, wenn ich in eurem Dorf bin?!“ Eric grinste. „Ich glaube das Godric damit nicht so einverstanden wäre. Er will dich doch dann sicher ganz für sich alleine haben….aber ich mach dir einen anderen Vorschlag.“ Sein Grinsen wurde noch breiter und in seinen Augen blitzte es frech. Severina musste schlucken und fühlte sich von einem Moment zum anderen wie magisch zu ihm hingezogen. „Und was für ein Vorschlag ist das?!“, fragte sie nach und legte ihren Kopf dabei leicht schief. „Falls es bei euch nicht mehr so richtig klappen will, dann komm zu mir und ich unternehme was mit dir. Ich zeige dir dann die schönsten Orte und werde mich ganz außergewöhnlich gut um dich kümmern.“ Eric zwinkerte ihr zu und Severina lächelte kokett. „DAS Angebot merke ich mir…ich nehm dich beim Wort.“ Um ihre Worte zu unterstreichen hob sie den Zeigefinger. Eric nahm ihre Hand und küsste die Fingerspitze, was einen Schwarm Schmetterlinge in Severinas Magengegend aufflattern ließ. Im nächsten Augenblich entzog sie ihm jedoch ihre Hand und verkrampfte sich. „Es wird aber alles klappen…wir lieben uns und sind glücklich miteinander. Ich bin nur traurig, weil ich ihn so lange nicht mehr gesehen habe.“ Energisch verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust und starrte missmutig in die Ferne. Erics Lächeln wurde weich und zärtlich. „Wenn du Trost gebrauchen kannst….ich hab eine starke Schulter zum Anlehnen und starke Arme, die dich festhalten würden.“ Severina wandte ihm wieder ihren Blick zu. Es reizte sie sehr sein Angebot anzunehmen, denn dass sie sich zu ihm hingezogen fühlte, konnte sie nicht leugnen. Auf der anderen Seite war jedoch der Gedanke an Godric…die tiefe Liebe die sie für ihn empfand und das schlechte Gewissen, das ihr keine Ruhe ließ. Sie versank in Erics Augen, nahm allen Mut zusammen, verdrängte alle Gefühle, die sie hatte und lehnte sich an ihn. Eric breitete seine Arme aus und umschloss sanft ihren zitternden Körper, als sie sich an ihn schmiegte. Die Beiden sanken sachte auf den Bootssteg, kuschelten sich immer näher aneinander und lagen einfach nur schweigend da, während über ihnen Millionen von Sternen glitzerten…
In Severinas Kopf und in ihrem Herzen erlebte sie ein Wechselbad der Gefühle. In der einen Sekunde empfand sie ein sagenhaft schlechtes Gewissen und in der nächsten schon fühlte sie sich wohl und geborgen und wollte Eric nicht mehr loslassen, der ganz still und regungslos neben ihr lag, sie einfach nur ganz fest hielt und keinerlei Versuche unternahm weiter zu gehen.
Sie sprachen kein Wort….sie sahen sich nur an….ihre Körper drängten sich wie durch Zwang immer näher aneinander und irgendwann überkam Severina der Wunsch Eric zu küssen. Sie schaute ihm in die Augen….sagte keinen einzigen Ton….beugte sich über ihn und legte ganz vorsichtig ihre Lippen auf die seinen. Nach wenigen Augenblicken schon hörte sie auf und sah ihn an. Seine Wangen hatten sich rosa verfärbt und sie lachte leise auf. „Hey…wie süß…du wirst ja rot.“ „Na ist das ein Wunder?“, fragte er und seine Stimme klang heiser. „Ich bin schüchtern.“ „Ich glaub dir kein Wort“, hauchte sie noch, dann küsste sie ihn wieder, diesmal schon leidenschaftlicher und gab sich ganz ihrem tosenden Herzschlag und dem unbeschreiblichen Gefühl hin, das dieser Kuss in ihr auslöste.
Eric und Severina küssten sich eine ganze Weile ohne dabei weiter zu gehen. Irgendwann bettete sie ihren Kopf an seine Schulter und seufzte zufrieden. „Ich fühl mich sau wohl bei dir.“ „Das freut mich….ich hab dich nämlich sehr, sehr gern und würde die Begegnung mit dir gern vertiefen.“ Severina richtete sich auf und grinste ihn an. „Aber nur dann, wenn du mir versprichst in Zukunft nicht mehr rot zu werden….dafür gibt es nämlich keinen Grund.“ Eric grinste. „Ich werde mir Mühe geben“, sagte er noch leise, dann küssten die Beiden sich wieder lange und zärtlich…




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