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AW: Abenteuer auf Darkspank Manor
…prallte mit Martin zusammen. Als hätte er dort extra gestanden und auf sie gewartet, breitete er seine Arme aus und fing sie auf.
„Na, na, na! Wovor rennst du davon? Vor dem ganzen Staub hier im Schloss oder vor meinen Brüdern mit ihren seltsamen Vorlieben?“
Er hielt sie fest umschlungen und ließ sie nicht wieder los, egal wie sie auch protestierte. Martin lachte, drückte seine Arme nur umso fester um sie und ergötzte sich an dem Anblick, der sich ihm bot, weil ihr üppiger Busen vor seiner Brust zusammen und nach oben gepresst wurde. Aber als er in ihre Augen blickte, sah er Todesangst. Er lockerte seinen Griff, und um zu verhindern, dass sie ihm entschlüpfte, hielt er nur ihre Hände fest.
„Hey, was ist los? Sags mir! Du siehst aus, als hättest du ein Gespenst gesehen.“ Sie war aber so außer sich, dass sie kaum wahrnahm, was er zu ihr gesagt hatte. Sie zerrte und zog und wollte sich losreißen, wollte nur eins, weg von ihm. Martin merkte, dass er so nicht an sie ran kam, also zog er sie wieder an sich und drückte ihren Kopf an seine Brust, streichelte ihr Haar und redete leise und besänftigend mit ihr: „Hey, schschsch! Ist ja gut, beruhige dich doch erst mal. Ganz ruhig! Wir werden in dein Zimmer gehen und in Ruhe darüber reden, was passiert ist, ja?“
Als er merkte, dass ihr Widerstand nachließ, nahm er ihre Hand und zog sie hinter sich her. Und sie folgte ihm willenlos wie ein kleines Kind seinem Vater.
In ihrem Zimmer angekommen, drückte er sie aufs Bett, setzte sich daneben, hielt ihr die Hand und streichelte ihr den Rücken.
„Nun, erzähl, was dich so geängstigt hat!“ forderte er sie auf.
Sie sah ihm in die stahlblauen Augen und fragte sich, ob sie diesem Mann überhaupt trauen konnte. Er gehörte schließlich hierher und musste doch wissen, was hier vor sich ging. Andererseits hatte er deutlich gesagt, seine Brüder hätten seltsame Vorlieben. Aber die Worte bei Tisch heute Morgen hatte sie auch noch deutlich im Ohr. Er sagte zu seinen Brüdern, sie hätten die Erste gezähmt und er hätte dann ja keine Arbeit mehr. Sie wusste nur nicht, ob er es eher sarkastisch oder wirklich ernst meinte. Es war eine verdammte Zwickmühle, in die sie da geraten war. Verriet sie ihm, was sie gefunden hatten und steckte er dahinter, dann war sie sicher auch bald Brei in einem Fass. Sie entschloss sich dazu, zu schweigen.
Martin betrachtete ihr dunklen Augen und ihre zitternden Lippen. Dann griff er in ihr Haar und löste die Spange darin.
„Du bist schön, weißt du das?“
Sofort fühlte sie sich auf den Arm genommen. Der Kerl verarschte sie doch! Abrupt stand sie auf und riss sich los von ihm.
„Verlassen Sie mein Zimmer, auf der Stelle!“ rief sie aufgeregt. Ihr Haar ergoss sich inzwischen wie eine Kaskade goldenen Feuers um ihre Schultern. Ihre dunkelbraunen Augen waren weit aufgerissen und wirkten dadurch noch größer als sie schon waren. Ihre ganze vollweibliche Gestalt wirkte warm und weich und Martin konnte sich nicht satt sehen an ihr. Er wünschte sich in diesem Augenblick nichts sehnlicher, als zwischen diesen vollen Brüsten zu liegen, ihren Duft einzuatmen und ihre Haut zu kosten. Als sie sich umdrehte zur Zwischentür, um Leonores Zimmer zu betreten, bewunderte er ihren köstlich großen Hintern und fast wäre sie ihm entwischt. Aber er kam noch rechtzeitig wieder zu sich, sprang auf und holte sie wieder ein: „Hiergeblieben, Süße, du wirst doch jetzt nicht gehen wollen bevor du mir nicht gesagt hast, was los ist, oder? Komm, erzähls mir, ich bin ein guter Zuhörer. Was hat dich so verschreckt? Eine Ratte? Sicher Connor oder? George bestimmt nicht, der steht nur auf Knochen…“ Beim letzten Wort zuckte Klothilde merklich zusammen, was Martin sofort merkte: „Was davon hat dich jetzt geängstigt, George?“
Stummes Kopfschütteln.
„Connor?“
Wieder Kopfschütteln.
„Doch nicht etwa wirklich die Ratte?“
Energischeres Kopfschütteln.
„Hm…Knochen?“
Aufgerissene Augen und ein erstarrtes Gesicht reichten aus, um Martin zum Stirnrunzeln zu bringen.
„Knochen? Wieso Knochen? Welche Knochen? Heut gabs Fisch. Oder hast du welche gefunden? Sicher die Hunde, die wieder ihr Futter durchs Schloss schleppen müssen.“
„Nein, Sir! Im Keller!“ piepste Klothilde mit einem Mal heraus und sofort wich alle Anspannung von ihr und sie begann zu weinen.
Na das konnte Martin erst recht nicht vertragen. So zog er sie wieder mit sich zum Bett. Als sie saß, kniete er sich vor sie hin, strich ihr das Haar aus dem Gesicht, wischte ihr die Tränen ab und hob ihr Kinn.
„Im Keller sagst du? Du hast Knochen im Keller gefunden? Bestimmt eine tote Ratte oder ein anderes totes Tier, was nicht wieder rausfand.“
„Nein!“ rief Klothilde und schniefte, „Es war eine menschliche Hand und sie war in einem Fass mit…oh das ist so schrecklich!“ Sie schluchzte, er zog ein Taschentuch aus seiner Hose und reichte es ihr.
„Bleib hier! Ich werde mit meinen Brüdern sprechen. Wir werden uns das ansehen. Wo genau im Keller war das?“
„Es ist nicht zu verfehlen, Sir. Immer dem Gestank nach.“ Klothilde schnäuzte kräftig in Martins Taschentuch.
„Wo sind die anderen beiden Mädchen?“
„Leonore ist in ihrem Zimmer und Amalie müsste noch im Wintergarten sein.“
„Gut, ich werde sie herschicken. Und die Hunde gleich dazu. Sie werden euch beschützen, falls hier einer sein Unwesen treiben sollte und ihr euch sicher fühlen könnt.“
Dann küsste er sie auf die Stirn und verließ das Zimmer.
Klothilde hörte auf zu weinen und begann zu grübeln. Die Hunde wollte er schicken? Um sie zu beschützen? Dann stimmt also doch etwas nicht und er weiß was! Oder sollten die Hunde uns nur bewachen, damit wir ihnen nicht davon rennen, weil wir ihre nächsten Opfer sein werden? Ich muss mit Leonore sprechen, dachte sie und lief sofort nach nebenan.
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